Das Fatima-Gebetszentrum in Büren
Am 13. Mai 1967 weihte Papst Paul VI. vor ca. 1 Million Besucher in Fatima, Portugal, aus Anlass des 50 jährigen Jubiläums der Marien-Erscheinungen von Fatima im Jahre 1917, einige Marienstatuen als Pilgerstatuen für verschiedene Länder. Eine dieser Statuen wurde dem deutschen Fatima-Weltapostolat als Pilgermadonna für Deutschland übergeben. Seit dieser Zeit, pilgert diese Madonnenstatue, auch deutsche Fatima-Nationalmadonna genannt, durch die deutschen Bistümer und besucht Kirchen, Klöster, Schulen, Altenheime, Tagesstätten, Kindergärten und viele andere soziale Einrichtungen um die Botschaft von Fatima weiterzutragen.
Vom 10. bis 15. August 2018 wurde das erste Mal ein Besuch der Pilgerstatue in Büren organisiert. Zu dieser Zeit war die Pilgerstatue während ihrer Termine in Deutschland noch nicht durchgehend ausgebucht. Daher entstand im Jahre 2019 im Team des Weltapostolats die Idee, im Erzbistum Paderborn für die pilgerfreien Tage einen festen Standort zu suchen.
Nachdem die Pilgermadonna im Sommer 2019 auf Wunsch der Familie von Fürstenberg im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Gut Holthausen zu Gast war, entstand die Idee hier einen festen Sitz für die Madonna zu installieren. Dieses Vorhaben wurde dann in Zusammenarbeit des Pastoralverbundes Büren, dem Fatima-Weltapostolat und der Familie von Fürstenberg umgesetzt. Auf dem Fest Maria Immaculata am 8. Dezember 2019, dem Patronatsfest der Jesuitenkirche wurde die Statue in Prozession von Büren in die Kapelle auf Gut Holthausen getragen und das Fatima-Gebetszentrum wurde mit einer feierlichen Andacht gegründet. Das Gebetszentrum dient der Statue als Heimstatt während der pilgerfreien Zeiten im Erzbistum Paderborn. Während der Pilgerreisen der Madonna wird sie durch eine geweihte Statue der Erscheinung der Gottesmutter vom 10.12.1925 in Pontevedra vertreten.
Seit dem finden hier und in den anderen Bürener Kirchen an den Erscheinungstagen von Fatima vom 13. Mai bis 13. Oktober besonders gestaltete Heilige Messen statt. An jedem 1. Samstag im Monat wird eine Rosenkranzandacht für den Frieden gebetet.
Die Messen werden immer besonders gestaltet mit Lobpreisliedern verschiedenster Gruppen, wechselnden Zelebranten und mit sakramentalem Segen abgeschlossen. Besonders eingeladen sind alle jungen Menschen. An der Hand Mariens zu Jesus finden, das ist unser Motto.
Das Gebetszentrum versteht sich als Zentrum des Friedensgebetes im Sinne der Botschaften von Fatima und möchte auch die historischen Besonderheiten der Kapelle den Menschen wieder zugänglich machen.
Öffnungszeiten zur Gestaltung einer Andacht oder einer Heiligen Messe können beim Organisationsteam angefragt werden.
Jedes Jahr vom 13. bis 15. August (Maria Himmelfahrt) ist die Fatima-Nationalmadonna im Klostergut anwesend, weshalb dann besonders gestaltete Messen mit besonderen musikalischen Angeboten gefeiert werden. Bei schönem Wetter findet die Messe zu Maria Himmelfahrt im Freien, auf der Wiese vor dem Klostergut Holthausen mit Kräuterweihe und Prozession statt. Jeweils am 13. August beten wir vor der Heiligen Messe den Rosenkranz für die Kinder in Not.
Die historisch barocke Gestaltung der Kapelle im Einklang mit der Jesuitenkirche stellt auch den besonderen kulturellen Aspekt heraus, hier besonders der Hochaltar und die Barockorgel, die noch nahezu im Originalzustand erhalten ist und jetzt immer wieder in regelmäßigen Gottesdiensten erklingt. Aber auch, wie erst kürzlich im Rahmen der Bachwanderung, die vom Netzwerk Klosterlandschaft OWL veranstaltet wird, den Wanderern einen eindrucksvollen Höhepunkt geboten hat. Prof. Friedhelm Flamme spielte auf der Orgel aus Jahre 1764.
Das Gebetszentrum ist ein Pastoraler Schwerpunkt im Pastoralverbund Büren und wird überwiegend ehrenamtlich organisiert.



